Hast du das Gefühl, dass dir die Lust fehlt? Oft heißt es dann: „Wenn die Lust weg ist, war’s das eben.“ Dabei entsteht sexuelle Unzufriedenheit meist durch hartnäckige Irrtümer. Wäre Lust eine Pflanze, würde sie vielerorts unabsichtlich vertrocknen – weil wir in alten Mythen denken statt neu zu gießen. Im Folgenden entlarven wir fünf verbreitete Glaubenssätze über Sex. Mit aktueller Forschung und ermutigenden Impulsen zeigen wir dir, dass deine Sexualität weit mehr kann, als dir vielleicht eine eingefahrene Vorstellung weismachen will.
1. Wenn die Lust weg ist, war’s das.
Viele glauben, dass ein nachlassendes sexuelles Verlangen das Ende der Beziehung bedeutet. Dabei wird übersehen: Die hohe Leidenschaft der Verliebtheitsphase flacht bei fast jedem Paar mit der Zeit ab, ohne dass die Partnerschaft endet. Langzeitstudien zeigen, dass der Einfluss von Sex auf unser Beziehungsglück Jahr für Jahr geringer wird.
Das heißt aber nicht automatisch: kein Sex mehr! Kristen Mark von der University of Kentucky beschreibt Verlangen als wellenförmig: „Verlangen geht und kommt wie Ebbe und Flut“. Es ist also völlig normal, wenn der Drang mal weniger und mal stärker da ist. Entscheidend ist, wie man darauf reagiert: Geduld, Zuwendung und Kommunikation helfen, die Lust neu zu entfachen, statt sofort zu resignieren.
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2. Mein/e Partner*in will keinen Sex
„Mein Partner will keinen Sex“ – kaum ein Satz verunsichert mehr. Schnell entsteht das Gefühl: Stimmt mit uns etwas nicht? Bin ich nicht mehr attraktiv? Doch ungleiche Lust ist nicht das Ende der Intimität, sondern etwas, das fast jedes Paar erlebt. Partner wollen unterschiedlich viel Sex – mal der eine mehr, mal der andere. In der Fachsprache nennt man das desire discrepancy, also Lust-Ungleichgewicht. Studien zeigen, dass jedes vierte bis fünfte Paar in Langzeitbeziehungen davon betroffen ist.
Wichtig zu verstehen: Dieses Ungleichgewicht sagt wenig über die Qualität der Partnerschaft aus. Lust verläuft nicht synchron. Entscheidend ist, wie Paare damit umgehen.
Hilfreich sind drei Schritte:
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Darüber sprechen. Viele schweigen, weil sie sich alleine fühlen, und genau das verstärkt das Problem.
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Gelassenheit entwickeln. Ungleiche Lust ist kein Drama, sondern ein erwartbarer Teil jeder Beziehung.
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Nähe zulassen. Auch wenn gerade keine große Lust da ist, können Berührung, Zärtlichkeit oder gemeinsame Sinnlichkeit Nähe schaffen – und manchmal kehrt das Verlangen gerade dadurch zurück.
Wer versteht, dass Lust kein festes Maß ist, sondern schwankt, entlastet die Beziehung enorm. Statt sich unter Druck zu setzen, können Partner neue Wege finden, Intimität zu leben – passend zu beiden.
3. Ich muss mich verstellen, um einem Konflikt zu entgehen.
Viele Frauen erleben es: Sie geben beim Sex „den Orgasmus vor“, nicht weil sie keine Lust haben, sondern weil sie Streit, Druck oder Enttäuschung vermeiden wollen. Studien bestätigen, dass dieses Verhalten weit verbreitet ist: In einer Untersuchung mit über 1.000 Frauen gaben 58,8 % an, schon einmal einen Orgasmus vortäuschen zu haben – meist genau aus diesen Gründen. Kurzfristig wirkt das wie eine einfache Lösung. Langfristig jedoch führt es dazu, dass Bedürfnisse unausgesprochen bleiben und echte Nähe verloren geht.
Aber wenn Frauen nicht ehrlich sind, wissen Männer oft gar nicht, was ihnen wirklich gefällt – schlicht, weil sie es nie erfahren. Und nicht selten herrscht auf beiden Seiten Unsicherheit: Männer sind verunsichert, wie sie ihre Partnerin am besten stimulieren können, Frauen wiederum schweigen lieber, statt Klartext zu reden.
Doch sexuelle Erfüllung entsteht nicht durch Schauspiel, sondern durch Ehrlichkeit. Wer die eigenen Wünsche ausspricht, schafft eine Chance auf echte Intimität – und genau das macht Sex nicht nur befriedigend, sondern auch verbindend.
4. Lust auf Genuss
Unsere Erlebnis-Schulung „Lust auf Genuss“ greift genau diese Themen auf. In sechs Abendterminen und einem Intensiv-Samstag (ab 21. Oktober 2025) lernst du in geschützter Frauenrunde:
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Bewusste Sinnlichkeit: Selbstwahrnehmung von Körper, Beckenboden, Berührung und Atem.
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Wissen über den Körper: Weibliche Anatomie und Lustzentren (von Beckenboden bis Klitoris).
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Selbst-Stimulation & Selbstfürsorge: Techniken, mit denen du dich selbst erforschen kannst.
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Erregungs-Steigerung: Tipps und Phasenmodelle, um deine Erregung bewusst zu lenken.
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Entspannung & Aktivierung: Übungen für An- und Entspannung (körperlich, emotional, mental).
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Kommunikation über Wünsche: Werkzeuge, um über Lust und Grenzen offen zu reden.
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Alltags-Impulse: Kleine Rituale und Übungen, die mehr Freude in den Alltag bringen.
Ich, Filomena Lorenz, begleite dich gemeinsam mit Kristina Brustik (Theaterpädagogin & Sexualberaterin) durch diesen Kurs. Nach unserem gemeinsamen Workshop fühlst du dich freier und selbstsicherer in deinem Sexleben: Du lernst, deinen Körper besser wahrzunehmen, deine Wünsche klar auszudrücken und neue Energie in eure Intimität zu bringen. Nutze diese Gelegenheit, alte Mythen loszulassen und neue Erfahrungen zu sammeln!
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